Warum eigentlich Quadrate?

Eine Frage, die zwangsläufig immer wieder im Zusammenhang mit meinen Bildern auftaucht,
ist, weshalb ich mich für das Quadrat als zentrales Element meiner Bilder entschieden habe.
Tatsache jedoch ist, dass nicht ich mich für das Quadrat entschieden habe, sondern umgekehrt.

Das Quadrat war schon da, lange bevor jemand das Wort Kunst im Zusammenhang mit meinen Kritzeleien erwähnt hat. Es gab vielfältige Versuche, mich in anderen Richtungen zu orientieren, die alle kläglich gescheitert sind.
Das Quadrat kam immer wieder zurück.
Irgendwann habe ich aufgegeben und es akzeptiert.

Allerdings stellte sich mir an diesem Punkt dann die Frage, wo kommt es immer wieder her, warum ist es immer wieder da und was hat das alles zu bedeuten?

Auf diese Frage gibt es mittlerweile unzählige Antworten und es kommen täglich neue dazu.

Vielleicht ist es mein immerwährendes Ringen um Struktur. Die vielen kleinen Dinge des Lebens in eine übersichtliche Ordnung zu bringen.
Vielleicht ist es aber auch ein Symbol für die vielen Facetten des Lebens, die man entdecken kann, wenn man beginnt, hinter die Fassaden zu blicken und Schubladen zu öffnen.
Vielleicht verarbeite ich in den Bildern ja auch ein "Kindheitstrauma", ausgelöst durch die Leidenschaft meines Vaters für Setzkästen.
Mittlerweile könnte es aber auch etwas mit den Zimmern meiner Kinder zu tun haben, die meine Sehnsucht nach Ordnung bisher leider keineswegs teilen wollen.
Vielleicht...

Ich glaube, entscheidend ist wohl letztendlich nicht, was es für mich bedeutet.
Wenn ich allein schon so viele Dinge erkenne, was für unzählige individuelle Betrachtungen sind dann wohl möglich, wenn man einmal die Menschen befragt, die die Bilder anschauen?

Auch wenn es noch so banal klingt, genau das ist es, was für mich ein zentraler Punkt meiner Arbeit ist, dass jeder, egal ob "König oder Bettelmann", etwas von sich selbst in meinen Bildern wiederfinden kann.

Magdalena Maya Ben

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